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AU Leitfaden 7
Abgasuntersuchung im Wandel
Leitfaden 7, Herstellervorgaben und was Werkstätten jetzt wissen müssen:
Aktueller Stand zu AU-Richtlinie, Prüfverfahren und Werkstattausrüstung
ZIEL DER ÜBERARBEITUNG DER AU-RICHTLINIE
und damit des Geräteleitfadens war es:
- Die bewährte Vorgehensweise, die bei der Partikelmessung angewendet wurde, auf andere Untersuchungsverfahren zu übertragen
- Die Prüfprozedur sowie die anzuwendenden Grenzwerte zu überprüfen
Nach drei Jahren Praxiserfahrung mit der Partikelmessung eine sachliche
Neubewertung vorzunehmen
Zeitplan
WARUM DIESES THEMA AKTUELL SO WICHTIG IST:
- Das Thema Herstellervorgaben und die Anwendung aktueller Solldaten bei der Abgasuntersuchung wird bei DAkkS-Audits zunehmend beanstandet. Hintergrund ist, dass die Fahrzeughersteller seit Jahren keine Solldaten mehr bereitstellen.
- Gleichzeitig gilt: Drehzahlen wie Leerlauf- oder Abregeldrehzahl beeinflussen nur sehr wenig bzw. überhaupt nicht das Ergebnis der Abgasuntersuchung. Insbesondere die engen Toleranzvorgaben sind nicht notwendig.
- Die Drehzahl dient vielmehr als Hilfsgröße, um die AU effizient und softwaregestützt durchführen zu können.
- Auch die europäische Richtlinie 2014/45 EU fordert keine engen Drehzahlgrenzen.
WAS ÄNDERT SICH IM LEITFADEN 7 FÜR DEN ANWENDER
- Die Regelkreisprüfung wurde vereinfacht
- Lambdamessung im hohen Leerlauf
- anschließend Lambdamessung im Leerlauf
- Das Untersuchungsverfahren Partikelmessung hat sich bewährt
- Änderungen sind lediglich marginal im Bereich der Drehzahlerhöhung vorgesehen
- Das Untersuchungsverfahren OBD für Motorräder gilt ab Euro 5+
- Die Messung von Schließwinkel und Zündzeitpunkt fällt weg – Vereinfachung der AU
- Die älteren Leitfäden können auch nach der Einführung des Leitfaden 7 weiterhin genutzt werden
VEREINHEITLICHUNG DER UNTERSUCHUNGSVERFAHREN
Künftig gibt es ausschließlich folgende Untersuchungsverfahren:
- O-Kat / U-Kat
- G-Kat
- G-Kat mit OBD
- Trübung
- Trübung mit OBD
- PN-Messung mit OBD
Alle weiteren Untersuchungsverfahren – z. B. für Motorräder oder
alternative Antriebe – wurden in diese Verfahren integriert.
WAS BEDEUTET DAS FÜR IHRE WERKSTATTAUSRÜSTUNG?
Die Weiterentwicklung der Abgasuntersuchung zeigt deutlich:
- Software und Geräteeinstellungen gewinnen weiter an Bedeutung
- Regelkonforme und zukunftssichere AU-Geräte sind entscheidend
- Aktuelle Softwarestände sorgen für Sicherheit bei Audits
- Schulung und Unterstützung erleichtern die Umstellung auf neue Verfahren
Unser Fazit: Gut vorbereitete Werkstätten sind auch bei zukünftigen Änderungen auf der sicheren Seite.
Unterstützung erhalten Sie, wie immer, von Ihrem AVL DiTEST Handels- u. Servicepartner oder direkt von AVL DiTEST